Erstmalige Erwähnung: 1241
Beschreibung:
Die Herkunft der von Neipperg liegt im Dunkel der Geschichte. Über die Neipperg-spezifischen Personenamen Reinbot und Waramund leitet man eine Verwandtschaft mit den Herren von Massenbach, den Herren von Richen und den Herren von Schwaigern her ab. 1241 wird ein Reinbot in Neipperg erwähnt. Die von Neipperg waren ursprünglich Ministerialen in den Diensten staufischer Herrscher. Im 17. Jh. traten die von Neipperg in habsburgische Dienste. Eberhard Friedrich von Neipperg wurde 1672 in den Reichsfreiherrenstand erhoben, war kaiserlicher Heerführer gegen die 1693 von Heidelberg auf Heilbronn vorrückenden Franzosen. Er kämpfte gegen die Ungarn und war Festungskommandant von Philippsburg. Unter seiner Herrschaft wurde der Stammsitz der Familie ab 1702 in das von ihm erbaute Rokoko-Schloss nach Schwaigern verlegt. Eberhard Friedrichs Sohn Wilhelm Reinhard von Neipperg wurde am 5. Februar 1726 von Kaiser Karl VI. in den Reichsgrafenstand erhoben. Vermutlich unter Wilhelm Reinhard und aufgrund dessen österreichischen Dienstes wurden die Neipperg auch wieder katholisch, nachdem sie 1530 bereits der Reformation beigetreten waren. 1806 wurde die Grafschaft Schwaigern aufgehoben, und große Teile gelangten zu Württemberg. 1815 wurde die Familie von Neipperg unter die Hoheit des württembergischen Königreichs gestellt. Das Haus Neipperg hat sich um den Weinbau verdient gemacht.
Stammsitz:
Vermutlich Burg Neipperg bei Brackenheim-Neipperg
Besitzungen in der Region Heilbronn-Franken:
Im frühen 14. Jh. wurden die Neipperg vom Bistum Würzburg mit der Burg Neipperg und umliegenden Gütern belehnt. Neben den von Neipperg hatten noch andere Herrengeschlechter Besitz und Rechte auf Burg Neipperg. 1321 veräußerte ein Engelhard von Weinsberg seinen Anteil an die Grafen von Württemberg, die um 1400 die Herren von Gemmingen mit ihrem Teil belehnten. Die von Neipperg erhielten im 14. und 15. Jh. weitere Lehen: u.a. Burg und Dorf Klingenberg, Adelshofen oder Burg Wildeck mit dem Dorf Abstatt. Die unmittelbare Nachbarschaft zur württembergischen Einflusssphäre gab bis ins 19. Jh. Anlass zu Spannungen, denn die von Neipperg betrachteten die Pfalzgrafen als ihre Schirmherren. Der Württembergische Landgraben (ab 1473), der das Neippergsche Gebiet quasi durchschnitt, führte immer wieder zu Streitigkeiten. Trotzdem nahmen die Neipperg auch württembergische Lehen an: einen Hof in Berwangen und ein Kunkellehen von drei Achtel am Dorf Gemmingen



