Bobach

Länge 4 km
Quelle Bei Oberfischach neben der Kohlenstraße
Quellhöhe 490 m. ü. NN
Mündung In Oberfischach in die Fischach
Mündungshöhe 399 m. ü. NN
Höhenunterschied 91 m
Schiffbar Nein
Zuflüsse u.a. Esterichbach, Hangbach, Mühlsteinbach, Rohrbach. Rotbach, Waldbach

Der Bobach ist ein Bachunterlauf in der offenen Landschaft des Fischachtals, der bei Oberfischach der Gemeinde Obersontheim von rechts und Südwesten in die das Tal entwässernde Fischach mündet. Er entsteht durch den Zusammenfluss seines längeren rechten Oberlaufs Rotbach und des kleineren linken Rohrbachs, hat selbst nur etwa drei Viertelskilometer Länge, mit dem Rotbach aber etwa dreieinhalb Kilometer.

Bobach

Der Bachunterlauf wurde der Beschreibung des Oberamts Gaildorf von 1852 zufolge damals Robach genannt. Auf der Karte des Königreiches Württemberg von 1841 liest sich der Name eher als Bobach. Der etwa 3,2 km lange Rotbach entsteht etwa 2,8 km westlich der Ortsmitte von Oberfischach auf ca. 490 m ü. NN neben der Kohlenstraße am Ostrand des Gewanns Muselmoor auf der bewaldeten Hochebene der nördlichen Limpurger Berge. Einige rechte Zuflüsse aufnehmend, fließt er mit flachem Bogen nach Süden in östlicher Richtung, auf dem längeren Teil dieser Strecke schon am Rande des Waldes oder außerhalb, bis zum Zusammenfluss am Südrand von Oberfischach. Sein Einzugsgebiet trägt zu fast zwei Dritteln zu dem des Bobachs bei. Als Hauptoberlauf teilt er die amtliche Gewässerkennziffer mit dem Bobach-Unterlauf. Der nur etwa 1,9 km lange Rohrbach entsteht ebenfalls im Westen von Oberfischach im Wald, aber näher am Dorf auf ca. 465 m ü. NN. Mit dazu einem Einzugsgebiet von nur etwa 0,9 km² ist er der deutlich kleinere Oberlauf. Auf seinem überwiegend östlichen Lauf zieht er wie sein rechtes Pendant größtenteils in deutlich ausgebildetem Tal durch die Flur und kehrt sich nach Eintritt in den Siedlungsbereich Oberfischachs kurz nach Südosten zum Zusammenfluss. Der Bobach läuft am südlichen Ortsrand von Oberfischach auf 407,5 m ü. NN in einer flachen, baum- und strauchlosen Wiesenmulde aus seinen Oberläufe zusammen. Der schon länger in künstlich gezogenem Graben laufende linke Rohrbach wird hier in spitz auslaufendem Winkel zum auch schon einige hundert Meter lang begradigten Rotbach geführt. Der dadurch entstehende Bobach läuft dann bis hin zu seiner Mündung in der nordöstlichen Zulaufrichtung des größeren Rotbachs weiter. Nach etwa 100 Metern überspannt ihn eine kleine Brücke im Zuge der Fischachtalstraße K 2627, diese Hauptverkehrsachse des Fischachtales kommt aus dem Ort und steigt danach auf ein niedriges Geländepodest zur Rechten des Baches. Dieser fließt unterhalb der Brücke zunächst von einer jüngeren angepflanzten Baumgalerie begleitet, die auf Höhe des Ortsendes aussetzt. In spitzem Winkel nähert sich die Straße K 2619 von Oberfischach nach Hausen dem Bach, an dem vor deren Unterquerung auf nur wenigen Dutzend Metern Länge eine Feldhecke steht. Unterhalb der Straßenquerung setzt der Bewuchs ganz aus und hundert Meter später mündet der Bobach auf 399 m ü. NN von rechts und Südwesten in die mittlere Fischach. Der Bobach entwässert ein Gebiet von 3,4 km², das naturräumlich gesehen in den Unterräumen Limpurger Berge und Fischachbucht und Randhöhen liegt; der Bobach selbst entsteht erst und läuft nur in der Fischachbucht, während die Oberläufe in den Limpurger Bergen entstehen. Es erstreckt sich von der Wasserscheide im Bereich oder wenig westlich der die bewaldete Hochebene der nördlichen Limpurger Berge durchziehenden Kohlenstraße etwa 3,5 km weit nach Ostnordosten bis zur Mündung in die Fischach etwa 0,8 km östlich der Ortsmitte von Oberfischach. Quer dazu ist es maximal 1,2 km breit. Darin entspringt der rechte Hauptoberlauf Rotbach in der Nordwestecke am Waldgewann Muselmoor, läuft auf seinem Waldabschnitt und noch ein kurzes Stück danach ostsüdöstlich bis zur Mittelachse, wobei er nacheinander von rechts die an der Mitte der Westseite bzw. im Südwesteck entstehenden Zuläufe Mühlsteinbach bzw. Esterichbach aufnimmt, und zieht dann auf dieser Achse, zuletzt nach Zulauf des Rohrbachs von links im Dorf Oberfischach, unter dem Namen Bobach bis zu dessen Mündung. Die westliche Wasserscheide verläuft etwas unruhig meist westlich der Kohlenstraße. Vom Waldgewann Hundshof etwas nördlich der Dreikaiserlinde im Süden läuft sie bis zum Muselmoor im Norden. Auf diesem Abschnitt konkurrieren außerhalb zunächst ganz kurz aus dem Kohlhäule ein rechter Zulauf des Eutendorfer Steppachs, daraufhin linke Zuflüsse des Adelbachs und dieser selbst; beide sammelnden Gewässer münden dann unmittelbar in den Kocher. Am Muselmoor knickt die Scheide nach Osten ab und trennt nun vom Einzugsgebiet das aufwärtigen rechten Fischachzuflusses Lustbach, sie läuft auf der Trasse erst des Oberfischacher Wegs, dann auf dem Ausläufer über den Talhängen Pfingsthald (Lustbach-Seite) und Hag (Rohrbach-Seite), trennt weiter im Osten den nördlichen Siedlungsrand Oberfischachs von einem großen Industriegebäude und erreicht dann in flachem Auslauf die Bobach-Mündung. Von dort steigt sie südwestlich etwas auf das Geländeplateau zwischen Oberfischach und dem Mühlhof, erklimmt dann steiler die bewaldete Höhe des Siebersbergs über dem Oberfischacher Schützenhaus, um dann durch die Waldgewanne Siebersberg und Langer Esterich vor dem Benzenbach im Süden, dem nächsten größeren Fischach-Zufluss, fast zweieinhalb Kilometer lang westwärts bis zurück in den Hundshof zu laufen. Der höchste Punkt im Einzugsgebiet liegt dicht in seiner Südwestecke im Hundshof auf 499 m ü. NN. An der westlichen Wasserscheide liegt das Terrain überwiegend über 490 m ü. NN, nur in einer kurzen Delle in der Hochebene im Gewann Mühlstein, wo nahe beieinander diesseits der zum Rotbach laufende Mühlsteinbach und jenseits der linke Zufluss Antebach des Adelbachs entstehen, fällt es bis auf unter 472 m ü. NN. In der Natur auffälligste Wasserscheide ist die südliche zum Benzenbach, wo Langer Esterich und Siebersberg einen langen, bewaldeten, östlichen Hochebenenvorsprung bilden, der anfangs über 490 m ü. NN, am Ende meist noch über 480 m ü. NN liegt. Die nördliche Wasserscheide zum Lustbach ist durchweg niedriger und fällt am hier deutlich früher endenden Ostvorsprung unter 470 m ü. NN. Vom Einzugsgebiet sind knapp über die Hälfte bewaldet. An der vor allem durchs Rotbachtal nach Westen ausgebuchteten Waldgrenze verläuft auch die Naturraumgrenze zwischen Limpurger Bergen im Westen und der Flurlandschaft Fischachbucht und Randhöhen, die beide den Schwäbisch-Fränkischen Waldbergen angehören. Der Offenlandanteil wird etwas überwiegend beackert, nämlich an den nicht zu steilen und nicht zu nassen Lagen; manche Äcker reichen bis an die drei Wasserläufe. Einziger Ort im Einzugsgebiet ist Oberfischach, das deutlich überwiegend am Hang links von Rohrbach und Bobach liegt, ein kleiner, aber schon alter Siedlungsteil auch am Anstieg zur Geländehöhe Rotberg zwischen Rotbach und Rohrbach. Im Weichbild des Ortes stehen etliche Obstbäume in Bauerngärten. Bis auf etwa 10 ha im Höhenwald ganz im Westen liegt das ganze Einzugsgebiet auf der Oberfischacher Teilgemarkung von Obersontheim. Von der Fläche außerhalb gehört unter einem Hektar zur Eutendorfer Teilgemarkung von Gaildorf, der Rest zu Michelbach an der Bilz.Der Lauf des Bobach und seiner Zuflüsse liegt zur Gänze im Keuper. Der Rotbach entspringt im Übergangsbereich zwischen dem Kieselsandstein (Hassberge-Formation) der Hochfläche der Limpurger Berge und den unterliegenden Unteren Bunten Mergel (Steigerwald-Formation), die anderen Oberläufe (Mühlsteinbach, Esterichbach, Rohrbach) etwas tiefer. Am Ostsaum der Limpurger Berge streicht im Einzugsgebiet Schilfsandstein (Stuttgart-Formation) in Flutfacies in breitem. geschwungenem Gürtel aus, er deckt die Geländestufe unterhalb der Hochfläche auf den Ostausläufern über den Hängen Pfingsthalde (zum Lustbach im Norden) und Hag (zum Rohrbach), den Rotberg zwischen Rohrbach und Rotbach und zeigt sich in einer Hangverflachung an der inneren Flanke des Sporns Langer Esterich – Siebersberg. Die von Oberfischach aus die beiden Vorsprünge erklimmenden zwei Hohlwege schließen ihn auf. Am Waldaustritt laufen die zwei Quellbäche Rot- und Rohrbach schon im Gipskeuper (Grabfeld-Formation), die Unterläufe beider ebenso wie der Bobach dann in einem Auensedimentband. Das Geländepodest rechts des Bobachs ist eine Verebnung über der nur dünnen, aber erosionsresistenten dolomitisierten Corbula-Schicht des Gipskeupers, vormals Engelhofer Platte genannt. Zwei Störungslinien der ostnordöstlich ziehenden Neckar-Jagst-Furche laufen etwa auf den Achsen von Rohrbach und Rotbach bzw. Bobach. mDer Fluranteil des Einzugsgebiets ist, abzüglich der Siedlungsflächen Oberfischachs, Teil des Landschaftsschutzgebietes Fischachtal mit Nebentälern und angrenzenden Gebieten zwischen Herlebach und Kottspiel. Der Rotbach wie seine zwei großen Zuflüsse führen das ganze Jahr über Wasser, ihre durch den Wald mäandernde Betten zeigen ein Sediment aus Steinen und Sand und sind meist von Erlen und Eschen gesäumt. Nach seinem Waldaustritt begleiten Nasswiesen-, Röhricht- und Sumpfflächen seinen Lauf. Neben dem Rohrbach liegen kurz nach seinem Waldaustritt auf noch natürlichem Lauf ebenfalls kleinere Naßwiesenareale. Die beiden im Abschnitt zur Geologie erwähnten Hohlwege sind beidseits mit Hecken und Bäumen bestanden, deren Kronen sich teilweise schließen. Auf dem Rotberg sind 2 ha Trockenrasen mit einer breiten Heckenzone am Rande Naturdenkmal. In der Flur der offenen Täler gibt es zahlreiche Feldhecken

Städte und Gemeinden

(Quelle: Seite "Bobach (Fischach)". In: Wikipedia, Die freie Enzyklopädie. Bearbeitungsstand: 19. Juli 2018)