Grimmbach

Länge 11,2 km (ab Quelle der Elber)
Quelle Ilshofen-Obersteinach
Quellhöhe 431 m. ü. NN
Mündung Bei Geislingen in den Kocher
Mündungshöhe 245 m. ü. NN
Höhenunterschied 216 m
Schiffbar Nein
Zuflüsse u.a. Altenberger Grimmbach, Brachbach, Elber, Hagenbach, Haßfelder Grimmbach, Hofwiesenbach, Limbach, Ottenbach, Sandelsbronner Bach

Der Grimmbach ist ein ab der mündungsfernsten Quelle etwa 11 km, ab dem Zusammenfluss seiner beiden Quellbäche über 8 km langer Bach der Hohenloher Ebene, der bei Braunsbach in den mittleren Kocher mündet. Seine beiden Quellbäche heißen Elber und Hagenbach. Seine zwei größten Zuflüsse sind danach der Altenberger Grimmbach und der Haßfelder Grimmbach. Am 29. Mai 2016 ließ ein großes Unwetter den Bach weit über seine Ufer treten und gab seinem Lauf einen anderen Charakter.

Grimmbach

Der etwa 2,4 km lange rechte Quellbach Elber entsteht südlich des Gerabronner Dorfes Dünsbach am Nordostrand der Waldinsel Stettholz auf etwa 462 m ü. NN. Er zieht in einem Nordbogen, an dessen Gipfel er Dünsbach berührt, westlich nach dem Ilshofener Dorf Obersteinach, das er durchquert, um dann am Westrand mit dem linken Hagenbach auf etwa 431 m ü. NN zusammenzufließen. Dieser hat eine Länge von nur 2,0 km, aber durch zwei Zuflüsse etwas mehr an Einzugsgebiet und entsteht am Südwestrand derselben Waldinsel, er berührt das Mündungsdorf nur im Süden. Der junge Grimmbach zieht westlich in sich langsam eintiefender Wiesenmulde bis zum Zulauf des Wegwiesengrabens auf etwa 416 m ü. NN nahe der Querung der Straße zwischen den Ilshofener Weilern Niedersteinach und Windisch-Brachbach. Hier beginnt Wald das Tal zu füllen, das auch nach Südwesten knickt und sich nun stark eintieft. Vom letztgenannten Weiler her läuft in der Mitte dieses Abschnitts der Brachbach zu, danach kehren sich Waldklinge und Bach ungefähr beim Orlacher Teilort Elzhausen auf der rechten Hochebene nach Süden. Nach Passieren des Obersteinacher Teilortes Altenberg oben auf der linken Hochebene münden kurz nacheinander die großen Zuflüsse des Altenberger und des Haßfelder Grimmbachs von dieser Seite, die weit im Osten entstehen. Nach dem Zulauf des letzten fließt der Grimmbach westwärts durch sein inzwischen etwa 150 m tiefes Waldtal, ohne noch anderen Zulauf zu erfahren als von einigen zeitweiligen Hanggerinnen. Zwischen dem oberen, linken Mündungssporn Mühlrain und dem unteren, rechten Mündungssporn Galgen tritt der Bach ins mittlere Kochertal ein, unterquert sofort die Talstraße L 1045 von Geislingen im Süden nach Braunsbach im Norden und fließt gleich darauf am Südwestrand seines alten Schwemmfächers auf 245,4 m ü. NN in den nordwärts fließenden Kocher, der vor dem Kegel an die linke Talseite gegen einen steilen Prallhang weicht. Der Bach ist hier ab dem Zusammenfluss seiner Quelläste 8,4 km, ab der mündungsferneren Elber-Quelle 10,8 km lang. Er mündet etwa 217 Höhenmeter unterhalb der Elberquelle und hat damit ein mittleres Sohlgefälle von etwa 19 ‰. Der Grimmbach entwässert ein Gebiet von etwa 30 km² Größe zwischen den tief eingeschnittenen Tälern der Jagst im Nordosten, der Bühler im Süden und des Kochers im Westen zu diesem hin. Der größte Teil des Einzugsgebietes bis zum Kochertalrand liegt naturräumlich gesehen im Unterraum Östliche Kocher-Jagst-Riedel, der Rest im Westen dann im Unterraum Mittleres Kocher- und Unteres Bühlertal, welche beide zum Naturraum Kocher-Jagst-Ebenen zählen. Die Wasserscheide ist auf der Hochebene im Norden und im Osten oft wenig ausgeprägt, wo die Oberläufe des Grimmbachs wie der jenseitigen Konkurrenten noch flache, nur durch niedrige Hügel getrennte flache Mulden sind. Am Ostrand liegt nahe an den Quellen von Hagenbach und Elber der höchste Punkt im Stettwald auf etwa 475,3 m ü. NN. Am Unterlauf, wo neben den unteren Klingen des Grimmbachs und seines linken Zweigs Hassfelder Grimmbach die des Orlacher Bachs und das tiefe Nebental der Bühler nahebei laufen, wird sie dann unverkennbar. Jenseits der nordwestlichen Wasserscheide zwischen der Mündung und dem Dorf Nesselbach läuft der Orlacher Bach zum Kocher. Die anschließenden nordnordöstlichen Grenze bis zum Südrand von Dünsbach verläuft sehr dicht am Tal der Jagst, die hier nur kleinere Zuflüsse aufnimmt, einen in Nesselbach beginnenden durch die Stechbergklinge, den Völkersbach, der in Langenburg-Kleinhürden mündet und den in Kleinforst zufließenden Dünsbach aus dem gleichnamigen Ort. Dann knickt die Wasserscheide nach Süden, vor ihr im Osten läuft der kleine Leofelser Bach zur Jagst, danach entwässert der Scherrbach bei Ruppertshofen ein merklich größeres Bachsystem einiges weiter oben dorthin. Die Wasserscheide zum viel größeren, unmittelbar aufwärtigen Kocher-Zufluss Bühler im Süden markiert der Verlauf der A 6 von Ilshofen in Richtung Kochertalbrücke in der Landschaft recht genau; auf dem ersten Stück bis Wolpertshausen ist deren großer Zufluss Schmerach der nächste Konkurrent, danach außer der Bühler selbst auf einem Abschnitt der in Cröffelbach in diese mündende Klingenbach.

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(Quelle:)